VR-Radial-Wellendichtungen für rotierende Wellen

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Die VR Dichtung

Ein Radialwellendichtring dichtet eine rotierende Welle gegen ein Gehäuse ab. Der VR Dichtring ist dabei durch seinen speziellen Aufbau geeignet, hohe Umfangsgeschwindigkeiten und hohe Druckbelastungen aufzunehmen.

Dichtmechanismus der VR-Dichtungen

Das Wirkungsprinzip dieses federlosen VR-Radialwellendichtringes liegt darin begründet, dass über Stützkörper aus Stahl oder anderen Metallen gummielastische Membrankörper mit einer genau abgestimmten Vorspannung aufgezogen werden. Die sich an dem Membrankörper anschließende schräggestellte Dichtlippe ist, je nach der Einbausituation und der Druckrichtung des abzudichtenden Mediums, nach außen oder nach innen gestellt.

Der Dichtmechanismus ergibt sich aus dem radial und tangential vorgespannten Membrankörper. Es entsteht eine Federwirkung des Membrankörpers zur Dichtlippe. Eine Radial- und eine Tangentialkraft der Dichtlippe wirken bei rotierender Achsen den entstehenden Schubspannungen entgegen. Schwingungen und eventuell auftretende statische und dynamische Rundlaufabweichungen werden im Dichtlippenbereich direkt aufgefangen. Ein partielles Abheben der Dichtlippe bei rotierenden Achse und der damit verbundene Pumpeffekt ist bei dieser Dichtringkonstruktion gering.

Umfangreiche Vergleichsmessungen zeigten, dass der VR-DICHTRING gegenüber dem wurmfederunterstützten Dichtelement nur 1/3 bis 1/4 der Radialkraft bei gleicher Dichtleistung benötigt und somit die energieefizienz Anforderungen an moderne Produkte positiv beeinflusst.

Dadurch wird es möglich, diese Dichtungsart auf ungehärteten und nichtrostenden Wellen ohne zerstörende Einlaufspuren laufen zu lassen. Auch nach mehr als tausend Laufstunden ist lediglich eine durch die Dichtlippe erzeugte Polierspur auf der Welle sichtbar.

 

VR-Radialwellendichtringe mit aufgespanntem Membrankörper

Umfangsgeschwindigkeiten bis 40 m/s *
Druckbereich vom Vakuum bis 1.5 MPa *
Temperaturbereich von - 40 ° C bis 250 ° C *
Rundlaufabweichung bis +/- 0.4 mm *
bei der Wahl der
Stützkörperbohrung D3
D3 = Wellendurchm. + 1.0 mm
* Daten nicht gleichzeitig ( Diagramm 1 und 2 )

Grenzwerte sind einzuschränken, wenn zwei oder mehrere
Parameter mit hohen Werten zusammentreffen


**** SOA - Dichtungen für Druckbelastungen > 1.5 MPa - 15 MPa

 

 

 

 

 

Eine Abdichtung ist immer ein Gesamt-Dichtsystem, bei der der Dichtring, und die Auswahl des richtigen Produktes, eine wichtige Rolle spielt, es aber etliche weitere Einflussfaktoren gibt, die der Konstrukteur dieses Systems beachten muss.

1. Lagerghäuse

2. Welle

3. Lagerstelle

4. Dichtringgehäuse

5. Dichtung

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